Critical Friends
von Veolia Deutschland

Was macht Veolia zu einem der Vorreiter für eine Ressourcenwende?

Fünf Experten aus der Wissenschaft, der Start-up-Szene und der Open Source Community gehören zu den 2015 gegründeten Critical Friends. Gemeinsam mit den Veolia-Geschäftsführern wollen sie Innovationen für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft der Ressourcen Wasser, Energie und Reststoffe anstoßen. Aus ihrer Außenperspektive benennt die Expertengruppe gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen, denen sich Veolia stellen muss. So entsteht ein gemeinsamer Reflexions- und Debattenraum für zukunftsfähige Lösungen.

Prof. Dr. Torsten Cziesla

Studiengangsleiter Energietechnik und Ressourcenoptimierung Hochschule Hamm-Lippstadt

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Prof. Dr. Torsten Cziesla

"Veolia Deutschland ist auf den einzelnen energiewirtschaftlichen Wertschöpfungsstufen aktiv und begegnet hierzulande im Zuge der Energiewende verschiedenen Herausforderungen. So stellt sich bei der Stromerzeugung die Frage zum Umgang mit einem durch fossile Brennstoffe dominierten Kraftwerkpark. Begonnene Schritte, erneuerbare Energien hier stärker ins Portfolio einzubinden, sind aus Nachhaltigkeitssicht allemal zu begrüßen. Im Netzbereich besetzt man die Ebene, die Basis für eine intelligente Systemlandschaft sein kann. Auf  Vertriebsebene rückt infolge der Digitalisierung branchenweit das Bestreben in den Fokus, den reinen Energieverkauf um die Kreation „smarter“ Dienstleistungen zu erweitern. Ein sich hierauf etablierender „Smart Energy Market“ gilt als bedeutsam für die Energiewende. Deshalb ist es spannend zu beobachten, wie Veolia Deutschland die in diesem Kontext betonten Ansätze weiter ausbauen möchte. Wegen seiner spartenübergreifenden Aufstellung und kommunalen Verankerung erscheint die Ausgangsposition hierfür vielversprechend, wie bspw. die Perspektiven für Sektor-Kopplungen induzieren."

Dominik Wind

Geschäftsführer des Sozialunternehmens Open State

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Dominik Wind

"Die Digitalisierung „erzwingt“ seit Jahren die Öffnung tradierter Außengrenzen von Unternehmen. Neben kulturellen und strategischen Herausforderungen birgt dies die große Chance, in Kooperation mit anderen Stakeholdern eines Business Ökosystems, Innovationen gemeinsam schneller und tiefgreifender voranzutreiben.  Es hat mich gefreut zu sehen, dass sich Veolia diesen Entwicklungen nicht verschließt, sondern in Form des U-START-Programms versucht wird, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Das ist zwar noch kein iterativer, offener, breit aufgestellter Scouting- Inventions- und Innovationsprozess wie ich ihn mir perspektivisch vorstelle, aber die ersten Schritte sind getan und ich freue mich darauf, diese Weiterentwicklung unterstützen zu können."

Alice Grindhammer

Circular Economy Network e.V.

Foto von Alice Grindhammer
Alice Grindhammer

"Vielfältige und teilweise intersektionale Trends - von Sharing Economy, Circular Economy über Digitalisierung bis hin zum Klimawandel - beeinflussen unsere lokale und globale Zivilgesellschaft, Politik und Märkte. Daraus ergeben sich konkrete Herausforderungen für Unternehmen, da sich ihre Geschäftsgrundlage Hand in Hand mit den Trends verändert. Der Wandel zieht sich durch alle Geschäftsaspekte und betrifft u.a. veränderte Kundenbedürfnisse, neue rechtliche Rahmenbedingungen und Marktstrukturen bis hin zu neuen Mitarbeiteranforderungen. Die Trends frühzeitig zu erkennen und durch spezifische Methodologien neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, birgt eine große Chance. Dafür öffnet sich Veolia Deutschland mit neuen Formaten und nimmt diese Impulse an. Denn ein Unternehmen ist so nachhaltig, wie es die Kompetenz hat, Wandel zu gestalten. Somit kann ein Unternehmen wie Veolia Deutschland zukunftsfähig und attraktiv bleiben und darüber hinaus im Markt und gesellschaftlich zukunftsweisend agieren."

Prof. Dr. Stefan Bringezu

Universität Kassel, Center for Environmental Systems Research (CESR), und Wuppertal Institut

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Prof. Dr. Stefan Bringezu

"Sich als Unternehmen einen Kreis kritischer Freunde einzuladen, ist grundsätzlich eine originelle Idee, und deshalb bin ich gern dabei.  Wir müssen nun gemeinsam dafür sorgen, dass es nicht allein bei einem spannenden Austausch bleibt, sondern tatsächlich Neues und Nachhaltiges angestoßen wird. Ressourcen sind ein Schlüsselthema der Zukunft. Veolia befasst sich mit dem Management von Wasser, Energie und Wertstoffkreisläufen, und es wird interessant sein zu verfolgen, wie die stoffliche Ressourceneffizienz im Unternehmen künftig gemessen und berichtet werden wird. Um dem Slogan „Ressourcen für die Welt“ gerecht zu werden, wird es darauf ankommen, künftige gesellschaftliche und technologische Trends vorher zu sehen und sich früh darauf einzustellen. Oder besser noch als einer der Ersten innovative nachhaltige Dienstleistungen in großem Maßstab anzubieten."

Prof. Dr.-Ing. Kerstin Kuchta

Technische Universität Hamburg, Abfallressourcenwirtschaft am Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft

Foto von Prof. Dr.-Ing. Kerstin Kuchta
Prof. Dr.-Ing. Kerstin Kuchta

"Die Idee der Circular Economy verlangt grundlegende Veränderungen und stellt an alle Akteure der Gesellschaft größte Herausforderungen. Auch Veolia Deutschland will sich diesen Herausforderungen stellen und die Realisierung eines nachhaltigen Material- und Energiekreislaufs vorantreiben, welcher Abfälle als zukünftige Ressourcen erkennt und nutzbar macht. Dabei sind die Rohstoffpotenziale der Siedlungs- und Industrieabfälle außerordentlich, die Techniken weitgehend vorhanden und der gesellschaftliche Bedarf ist formuliert. Die Umsetzung bei Veolia werden die Critical Friends begleiten, offen und direkt bewerten und ehrlich kommunizieren."