Projekte im Portrait

Wie wir mit dem Kohleausstieg die Energiewende in einer Region vollziehen

Der Aufsichtsrat von BS Energy hat 2017 die Kohleausstiegsstrategie des Unternehmens beschlossen. Damit ist das Ende der Kohleverbrennung in Braunschweig absehbar. Die möglichen Varianten für eine zukünftige Energieerzeugung werden nun bis zur Entscheidungsreife vorbereitet. Der Ausstieg aus der Kohle ist ein wichtiger Meilenstein für ein klimafreundliches Braunschweig. Der Entscheidung vorausgegangen war die Zustimmung des Rats, die Konzessionen für Fernwärme und Wasser bis zum 30.06.2018 erneut an BS Energy zu vergeben.

Als Wegbereiter einer flexiblen, ökologischen und bezahlbaren Energieversorgung in Braunschweig wird BS Energy seine Erzeugung bis Ende 2022 weitgehend erneuern und hierfür bis zu 176 Mio. Euro investieren. Den Ausgangspunkt bilden das bereits bestehende Fernwärmenetz sowie die moderne, flexible Gas- und Dampfturbinen-Anlage (GuD) und die Wärmespeicher im Heizkraftwerk Mitte an der Hamburger Straße.

Fernwärme und flexible Kraft-Wärme-Kopplung

Das Braunschweiger Fernwärme-Netz ist eines der dichtesten in Deutschland. BS Energy strebt an, dieses weiter auszubauen, um noch mehr Braunschweigerinnen und Braunschweiger mit Wärme zu versorgen. Zum Braunschweiger Fernwärmenetz mit seinem sternförmigen Aufbau passt eine zentrale Erzeugung am besten. Die flexiblen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, mit denen BS Energy gleichzeitig Wärme und Strom produzieren kann, sind perfekte Partner für andere Erneuerbare-Energien-Anlagen, wie Windkraft- und Photovoltaik besonders wenn die Sonne nicht scheint und kein Wind weht, aber der Verbrauch hoch ist. Gleichzeitig können wir die Wärme in großen Tanks speichern und genau dann abgeben, wenn die Braunschweigerinnen und Braunschweiger sie brauchen. Wenn Strom aus erneuerbaren Energien im Überschuss vorhanden ist, werden wir zukünftig aus diesem in einem Elektro-Heizkessel auch Wärme erzeugen können.

Ersatz für das Kohlekraftwerk

Als Ersatz für das Kohlekraftwerk werden drei Wärmequellen in verschiedenen Kombinationen geprüft, um die Fernwärme noch klimafreundlicher zu machen: Ein neues Biomasse-Heizkraftwerk auf Basis von Altholz, der Bau einer Abwärmeleitung zur Nutzung von Abwärme aus der Stahlproduktion in Salzgitter und der Bau eines Gasturbinen-Heizkraftwerkes. Alle Optionen haben gemein, dass die Emissionen von Kohlendioxid (CO2), Stickstoffoxiden (NOx) und Schwefeloxiden (SOx) deutlich sinken.

Für BS Energy ist die schrittweise Dekarbonisierung der Erzeugung die wichtigste klimapolitische Entscheidung der letzten Jahrzehnte. Die drei Varianten werden nun bis zur Entscheidungsreife gebracht. Die Entscheidung für eine Variante muss 2018 durch die zuständigen Gremien von BS Energy getroffen werden, damit die Erzeugungsanlagen Ende 2022 ans Netz gehen können. Im direkten Anschluss werden dann die Altanlagen Stück für Stück stillgelegt. Weitere Informationen zur Erzeugung der Energie der Zukunft und zu den möglichen neuen Wärmequellen finden Sie unter bs-energy.de/fernwaerme-der-zukunft.

Unsere Unterstützung der Energiewende in Braunschweig belegt unseren Einsatz für die Erfüllung der Veolia-Verpflichtungen „Wir entwickeln Geschäftsmodelle mit gesellschaftlichem Mehrwert“, „Wir bieten Lösungen für den Klimaschutz“ und „Wir unterstützen die lokale Entwicklung an unseren Standorten“.