Projekte im Portrait

Wie wir in die Tiefe gehen und die Trinkwasserversorgung von morgen sichern

Die Stadtwerke Görlitz (SWG) versorgen rund 75 500 Einwohner über ein 794 Kilometer langes Leitungsnetz mit Trinkwasser in hoher Qualität. Neben der Stadt Görlitz setzen auch die Gemeinde Schöpstal, Königshain sowie der Zweckverband Wasserversorgung Ostritz/Reichenbach mit den Gemeinden Ostritz, Reichenbach, Bernstadt, Sohland, Schönau-Berzdorf und Markersdorf auf diese zuverlässige Versorgung. Das Trinkwasser wird für Görlitz und das Umland als Grundwasser und Uferfiltrat mithilfe von 85 Brunnen in der Neißeaue gewonnen. Nach der Aufbereitung im Wasserwerk gelangt es in die insgesamt sieben Hochbehälter und wird von dort im Stadtgebiet verteilt.

Investieren für Qualität und Kundenzufriedenheit

blaue Leitung in einem Waldgebiet

Die Sicherstellung der Trinkwasserqualität ist eine der wichtigsten Aufgaben der Stadtwerke Görlitz. 89 Prozent der Kunden bewerteten bei der Kundenzufriedenheitsanalyse 2016 die Qualität des Görlitzer Wassers mit sehr gut und gut. Um diese Qualität auch den nächsten Generationen zu bieten, investieren die SWG bereits heute in die Zukunft der Wassergewinnung.

Von 2016 bis 2018 entsteht im Trinkwassereinzugsgebiet beim Wasserwerk Weinhübel ein neuer Horizontalfilterbrunnen zur Grundwasserförderung und Trinkwasserversorgung der Stadt Görlitz und der umliegenden Gemeinden. Der 12 Meter tiefe Horizontalfilterbrunnen kann mit bis zu 60 m langen, horizontalen Filtersträngen Grundwasser fördern. Dank neuster Technologien erzielt er deutliche Energieeinsparungen bei der Rohwasserförderung, besitzt eine längere Lebensdauer und ersetzt 30 bisherige Einzelbrunnen. Insgesamt investieren die Stadtwerke Görlitz in die Aufbereitung und Verteilung bzw. in die Erneuerung der Netze und Anlagen im Trink- und Abwasserbereich bis 2018 rund 16 Millionen Euro.

Tagebau macht neue Lösung für Trinkwasser in Weißwasser erforderlich

Die Stadtwerke Weißwasser beziehen das Trinkwasser für Weißwasser und den Wasser-zweck¬verband "Mittlere Neiße-Schöps" derzeit aus Schwarze Pumpe. Dies wird aber nur bis 2021 möglich sein, da sich die Trinkwasserqualität insbesondere durch den Tagebau verschlechtert. Um für die betroffenen rund 35 000 Menschen eine neue und preiswerte Lösung zu finden, sind zwei Alternativen im Gespräch - die Wasserversorgung über das Wasserwerk Sdier oder über den Bärwalder See. Beide Lösungen benötigen eine Anbindung an das Wasserwerk in Boxberg. Daher erfolgte 2017 bereits der Bau einer Wasserleitung von Boxberg nach Weißwasser. Der Wasserzweckverband investierte rund 8,6 Millionen Euro.

Diese Beispiele belegen unseren Beitrag zur Erfüllung der Veolia-Verpflichtung "Wir erbringen erstklassige Dienstleistungen für Kommunen und Industrie".