Projekte im Portrait

Wie die Deisterstadt Springe zum Modell der klimaneutralen Wärmeversorgung wird

Zur klimaneutralen Wärmeversorgung sollen in der Stadt Springe künftig mehrere regenerative Energiequellen zur Verfügung stehen. Das von den Stadtwerken Springe entwickelte Energiekonzept umfasst den Bau eines neuen intelligenten Fernwärmenetzes, das im Stadtkern den Großteil der kommunalen Gebäude sowie Wohn- und Geschäftsgebäude versorgt.

Holz-Heizwerk, Photovoltaik, Wärme- und Glasfasernetz

Landkarte mit farbig markierten Leitungen

In das neue Netz wird das Bestandsnetz der Biogasanlage Springe Süd eingebunden und durch den Bau eines neuen, überwiegend mit Restholz befeuerten Heizwerks ergänzt. Für das Heizwerk sollen ein neues Betriebsgebäude und eine Netzleitstelle errichtet werden. Darüber hinaus wird eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Betriebsgebäudes gebaut, die Strom für den Eigenbedarf von Heizwerk und Fernwärmenetz erzeugt. Teil des Konzepts ist eine neue Fernwärmeleitung von rund 4,6 Kilometern Länge und einer Anschlussleistung von bis zu 20 Megawatt, was dem Wärmebedarf von ca. 2400 Haushalten entspricht.

Parallel zum Wärmenetz wird ein Glasfasernetz verlegt, um beispielsweise Zähler online auszulesen, die Wärmeerzeugung optimal auf den Bedarf abzustimmen und ein sogenanntes Lastenmanagement zu betreiben. So kann man zum Beispiel die Warmwasserspeicher aufladen, wenn der Wärmebedarf im Netz niedrig ist oder die Power-to-Heat-Anlage über Regelenergie Wärmeüberschüsse erzeugt. Größeren Kunden kann man eine automatisierte Nachtabsenkung anbieten. Das Bauvorhaben beginnt 2017 und wird von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Dieses Projekt zur klimaneutralen Wärmeversorgung ist ein Beispielinitiative zur Erfüllung unserer Veolia-Verpflichtungen "Wir entwickeln Geschäftsmodelle mit gesellschaftlichem Mehrwert", "Wir unterstützen die lokale Entwicklung an unseren Standorten" und "Wir bieten Lösungen für den Klimaschutz an".