Einführung

Gesellschaft

Der gesellschaftliche Mehrwert unserer Dienstleistungen ist eine wesentliche Bedingung für unseren Erfolg am Markt. Deshalb müssen wir die Erwartungen unserer verschiedenen Interessengruppen kennen und verstehen. Der Dialog mit unseren Stakeholdern war eines der Themen, das in unserer Wesentlichkeitsanalyse als besonders bedeutsam für die Zukunft herausgearbeitet wurde. Deshalb haben wir verschiedene Veranstaltungsformen und Publikationen entwickelt, die uns ins Gespräch bringen.

01 Ziele

Wir entwickeln neue Dienstleistungsmodelle mit gesellschaftlichem Mehrwert.

  • Wir verankern den Dialog mit unseren Stakeholdern in unseren Prozessen.

Wir unterstützen die lokale Entwicklung an unseren Standorten.

  • Wir unterstützen lokale Wirtschafts- und Umweltprojekte sowie Sport- und Kulturveranstaltungen.
  • Wir unterstützen Stiftungsprojekte in ganz Deutschland.
02 Erfolge
  • Branchenmagazin nahdran: 10 000 Leser.
  • Sponsoring: 2,5 Millionen Euro für lokale Wirtschafts- und Umweltprojekte sowie Sport- und Kulturveranstaltungen.
  • Veolia Stiftung: In 15 Jahren wurden insgesamt mehr als
    400 Projekte mit Anschubfinanzierung und Patenschaften unterstützt.
    2014 – 20 Projekte; Fördersumme insgesamt 104.500 Euro.
    2015 – 19 Projekte; Fördersumme insgesamt 160.500 Euro
03 Verbesserungspotenzial
  • Wir bringen unsere Positionen zum Ressourcenschutz noch stärker in die Netzwerke ein, in denen wir uns engagieren.

Für die Standorte, an denen wir mit unseren Unternehmen und Beschäftigten tätig sind, nehmen wir auch über unsere Dienstleistungen hinaus unsere Verantwortung wahr. Wir unterstützen lokale Projekte und mobilisieren unsere Mitarbeiter zu ehrenamtlichem Engagement.

Unsere Mitgliedschaft in Fach- und Branchenverbänden nutzen wir, um uns zu aktuellen Themen und relevanten Gesetzgebungsverfahren zu positionieren und uns gemeinsam mit Partnern weiterzuentwickeln.

Dem Risiko von Korruption begegnen wir mit klaren Regeln für alle Beschäftigten.

Bericht Gesellschaft

Im Gespräch auf vielen Ebenen

Im Zuge der Neuausrichtung von Veolia in Deutschland haben wir 2014 unsere Stakeholder zu den für Veolia wesentlichen Themen befragt. Diese Wesentlichkeitsanalyse brachte im Handlungsfeld Gesellschaft hervor, dass der Dialog mit Interessengruppen und das Engagement für Umwelt und Umweltbildung für Veolia einen starken Bedeutungszuwachs erfahren werden. Diese Prognosen haben wir – ebenso wie für die Handlungsfelder Umwelt und Beschäftigung – in die Weiterentwicklung unserer Strategien und Maßnahmen eingebunden.

Den Dialog mit Interessengruppen haben wir verstetigt, indem wir erfolgreiche Formate fortführen, neue Instrumente erproben und kritische externe Stakeholder zu Beiträgen auf Führungskräftetagungen einladen. Für die Ebene der Geschäftsführung haben wir mit den Critical Friends von Veolia in Deutschland einen zukunftsweisenden Reflexions- und Debattenraum initiiert.

Veolia sieht in der Umsetzung der Empfehlungen aus der Wesentlichkeitsanalyse die Chance, sich bewusst auf die sich wandelnden Herausforderungen vorzubereiten und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu gestalten.
www.veolia.de/stakeholderbefragung-2014

Ebenfalls 2014 wurde eine Analyse der Interessengruppen angestoßen. In zwei Workshops identifizierten und priorisierten die Geschäftsführer wesentliche Anspruchsgruppen und die entsprechenden Dialoginstrumente.

Partner aus Kommunen, Industrie, Verbänden und Medien informieren wir mit dem Branchenmagazin nahdran über Innovationen und unterschiedliche Positionen in den Bereichen Wasser, Energie und Entsorgung und laden sie zu Rückmeldungen ein.
www.veolia.de/nahdran

Bei Treffen mit Fachpublikum ermöglichen wir den Austausch über Trends, Herausforderungen und Lösungsansätze. Ein Höhepunkt war die IFAT im Juni 2014, wo wir uns erstmals als das „neue Veolia“ an einem Stand mit allen drei Geschäftsbereichen unter dem Slogan „Ressourcen für die Welt“ präsentierten.

  • Zum WasserDialog, 2015 erstmals von Veolia organisiert, trafen sich in Kloster Nimbschen (Sachsen) Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbände. Sie diskutierten aktuelle Themen wie Phosphor-Rückgewinnung aus Abwasser, Verwertungswege für den Klärschlamm, die Entwicklung von Kläranlagen zum Energieerzeuger und das Energiemanagement in Kommunen.
  • Der 2015 gestartete Energie-Talk von BS|ENERGY bringt Geschäfts- und Gewerbekunden unterschiedlicher Branchen zusammen. Regelmäßig informieren in diesem Rahmen Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die aktuelle Situation auf dem Energiemarkt, über gesetzliche Änderungen und Auswirkungen der Energiewende auf Wirtschaft und Gesellschaft und laden zur Diskussion. Ein ähnliches Format gibt es bei den Stadtwerken Görlitz mit dem Görlitzer Energietag.
  • Beim internationalen Symposium RE-WATER Braunschweig, das SE|BS, Veolia, Abwasserverband Braunschweig, TU Braunschweig und weitere Partner alle zwei Jahre organisieren, trafen sich 2015 Wissenschaftler und Techniker und diskutierten Themen rund um die Wiederverwertung von Wasser und Abwasser.
    www.re-water-braunschweig.com

Unsere regelmäßigen Kundenbefragungen, wie zuletzt 2015 bei OEWA und MIDEWA, geben unseren Kunden die Möglichkeit, ihre Meinung zu unseren Stärken und Schwächen als Dienstleister zum Ausdruck zu bringen.

  • Rund 1 000 MIDEWA-Kunden nutzten online, telefonisch und persönlich die Gelegenheit, um ihre Meinung zu sagen. Die Gesamtzufriedenheit lag bei 91 Prozent – fünf Prozentpunkte unter dem Wert von 2012. Mögliche Gründe sind die Preiserhöhung Anfang 2015 sowie die größere Offenheit bei einer Internetbefragung. Die Trinkwasserzufriedenheit lag bei 79 Prozent. Auf Anregung der Befragten haben wir die MIDEWA-Website überarbeitet und die Öffnungszeiten der Kundenbüros auf den Rechnungen und Formularen abgedruckt. Die Ergebnisse der Befragung greifen wir in der Kundenzeitung auf.

Wir suchen auch den Austausch mit kritischen Interessengruppen. Dazu bietet uns die 2010 gestartete Kooperation mit dem NABU gute Gelegenheiten.
www.nabu.de

Darüber hinaus beteiligen wir uns aktiv am jährlichen bundesweiten Fortbildungs- und Vernetzungskongress für kommunale Nachhaltigkeitsinitiativen, dem Netzwerk21Kongress.
www.netzwerk21kongress.de

Im Gemeinwesen fest verankert

Unsere Unternehmen und Niederlassungen sind mit ihren Beschäftigten fest in den Regionen verankert und verstehen sich als engagierte Partner der Kommune – sowohl im Kerngeschäft als auch bei Sponsoring und Stiftungsprojekten.

Bundesweit haben wir 2015 zahlreiche regionale Kultur- und Sportveranstaltungen mit einer Sponsoringsumme von mehr als zwei Millionen Euro unterstützt.

  • Seit mehr als zehn Jahren gehört Veolia zu den Sponsoren von Dynamo Dresden. Das finanzielle Engagement unterstützt der Regionalgeschäftsführer Jens Heinig seit acht Jahren zusätzlich als Mitglied und seit zwei Jahren als Vorsitzender des Aufsichtsrats.
  • Die Stadtwerke Weißwasser und den traditionsreichen Eishockey-Club EHC Lausitzer Füchse verbindet seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit, die für den Breiten- und Spitzensport in der Region große Bedeutung hat.
  • Mit dem Muldental-Triathlon unterstützt die OEWA seit Langem eine Großveranstaltung des Breitensports, deren Ausstrahlung über Westsachsen hinaus reicht und an der sich auch Mitarbeiterteams beteiligen.

Mit unserer Veolia Stiftung fördern wir an unseren Standorten gemeinnützige Projekte, die sich gegen soziale Ausgrenzung und für den Umweltschutz einsetzen, und mobilisieren unsere Beschäftigten für ehrenamtliches Engagement.
www.veolia-stiftung.de

An vielen unserer Standorte setzen wir uns über Sponsoring und Spenden hinaus gemeinsam mit Kunden und Partnern für Umwelt und Umweltbildung ein.

  • Zum Tag des Wassers 2015, der unter dem Motto „Wasser und nachhaltige Entwicklung“ stand, öffneten Veolia-Standorte ihre Türen und luden zur Besichtigung von Anlagen ein. Insbesondere Schulklassen und Familien nutzten das Angebot in Görlitz, Braunschweig, Köthen, Grimma, Döbeln, Storkow, Königsbrück und Weißwasser.   
  • Alljährlich pflanzen Bürger der Stadt Rosswein (Sachsen) für jedes neu geborene Kind einen „Lebensbaum“. Die Aktion, 2007 initiiert und seitdem von der OEWA gefördert, stärkt die Verwurzelung in der Region sowie den Naturschutz.
    www.oewa.de

Politische Einflussnahme

Über Fach- und Branchenverbände, in denen Veolia Mitglied ist, nehmen wir Stellung zu aktuellen Gesetzgebungsverfahren. Dies erfolgt üblicherweise durch das Verfassen von Positionspapieren, die öffentlich in die politische Diskussion eingebracht werden. 2015 waren mehrere legislative Vorhaben zu neuen Gesetzen und Verordnungen für Veolia relevant, mit denen wir uns intensiv befasst und Vorbereitungen auf ihre Umsetzung getroffen haben. Dazu gehörten

  • die Reform der öffentlichen Auftragsvergabe, die u. a. die vollständige Digitalisierung der Auftragsvergabe bis 2018 vorsieht und öffentlichen Auftraggebern größere Gestaltungsspielräume zur Berücksichtigung sozialer und ökologischer Kriterien einräumt.
  • das IT-Sicherheitsgesetz, das Betreibern kritischer Infrastrukturen Mindeststandards vorschreibt und für Betreiber von Strom- und Gasversorgungsnetzen und sonstigen Energieanlagen u. a. ein Informationssicherheits-Managementsystem vorsieht.
  • das Gesetz zur Neuregelung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes, das u. a. den Ausstieg aus den Kohle-KWK festlegt und die Förderung von KWK-Anlagen von Industrieunternehmen zur Eigenversorgung einschränkt.
  • das Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen, das größere Unternehmen seit Ende 2015 verpflichtet, mindestens alle vier Jahre ein Energieaudit durchzuführen.
  • das Mess- und Eichgesetz mit neuen Verpflichtungen für Verwender von Messwerten und für Inhaber und Verwender der Messgeräte.
  • die Dritte Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung, die Anforderungen an den Schutz der Gesundheit hinsichtlich radioaktiver Stoffe festlegt.

Außerdem gab es kleinere Neuerungen, etwa im Batteriengesetz 2015. Schließlich waren abfallrechtliche Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes im Hinblick auf die Sammlung von Bioabfällen umzusetzen. Hinzu kamen Gesetzesvorhaben in der Entwurfsphase, so für ein Wertstoffgesetz und die Gewerbeabfallverordnung, die intensiv von kommunaler Seite, betroffenen Unternehmen und Fachverbänden diskutiert wurden.

Veolia Deutschland leistet generell keine Spenden an politische Parteien und Politiker.

Mitgliedschaften

Wir sind unter anderem Mitglied in folgenden Verbänden und Organisationen:

Mitgliedsbeitrag > 50.000 €

  • BDEW – Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
  • BDE – Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V.
  • VKU – Verband kommunaler Unternehmen e.V.

Mitgliedsbeitrag  < 50.000 €

  • GEODE – Groupement Européen des Entreprises et Organismes de Distribution d'Énergie, EWIV

Mitgliedsbeitrag < oder = 10.000 €

  • Bildungs- und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung e.V.
  • ‚Biodiversity in good company’ Initiative
  • DENEFF - Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V.
  • Infraneu Hauptverband e.V.
  • UPJ e.V. – das Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland
  • Wirtschaftsrat der CDU e.V.
  • Wirtschaftsforum der SPD e.V.
  • WVIS – Wirtschaftsverband für Industrieservice e.V.

Korruption ausschließen

Die für Veolia weltweit gültige Ethik-Richtlinie formuliert Kriterien für die Auswahl von Lieferanten und Dienstleistern der Gruppe. Sie beruhen auf der Leistungsfähigkeit sowie auf der Einhaltung der ethischen Grundsätze und Richtlinien für nachhaltige Entwicklung, zu denen sich Veolia verpflichtet hat. Der Kampf gegen Korruption öffentlicher und privater Vertreter hat bei unseren Beziehungen zu Lieferanten, Dienstleistern und Kunden einen hohen Stellenwert. Unsere Beschäftigten dürfen nur in Ausnahmefällen im Namen des Unternehmens Einladungen oder Geschenke entgegennehmen. Dabei darf es sich nur um symbolische Geschenke ohne oder mit geringem Geldwert handeln. Im Zweifel sind die Beschäftigten angehalten, sich an ihren Vorgesetzten zu wenden. Schließlich legt Veolia Wert darauf, dass auch Subunternehmen und Fremdfirmen entsprechende Regelungen einhalten. Die Ethik-Richtlinie wird im Unternehmen regelmäßig und breit kommuniziert. Jede Führungskraft dokumentiert die Kenntnisnahme durch Unterschrift, sodass alle Geschäftsstandorte abgedeckt werden.