Einführung

Beschäftigte

Es sind unsere Mitarbeiter, die die Wahrnehmung von Veolia bei unseren Kunden prägen. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Beschäftigten, ihre Entwicklung und ihr Engagement stehen deshalb auf der Agenda nachhaltiger Unternehmensführung bei Veolia ganz oben. Es sind unsere Kollegen, die wir für „ein Veolia“ gewinnen möchten und die es jeden Tag aufs Neue in ihrem Arbeitsumfeld mitgestalten.

01 Ziele

Wir garantieren Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz.

  • Wir senken die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle mit dem Ziel, Null zu erreichen.
  • Wir reduzieren die Häufigkeits- und Schwere-Rate der Arbeitsunfälle.
  • Wir reduzieren die krankheitsbedingten Ausfalltage.

Wir fördern die berufliche Entwicklung und das Engagement jedes Einzelnen.

  • Wir wollen eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit sicherstellen.
  • Wir entwickeln unsere Mitarbeiter.
  • Wir verbessern die Mobilität der Mitarbeiter innerhalb sowie zwischen den Geschäftsbereichen.
  • Wir praktizieren eine aktive Azubi-Politik.

Wir bringen Vielfalt und soziale Rechte voran.

  • Wir integrieren benachteiligte Menschen in unsere Unternehmen.
02 Erfolge
  • Arbeitssicherheit: Gegenüber 2014 hatten wir 14 Prozent weniger Unfälle im Geschäftsbereich Entsorgung,
    12 Prozent weniger Unfälle im Geschäftsbereich Wasser,
    10 Prozent weniger Unfälle im Geschäftsbereich Energie.
  • Befragung zur Mitarbeiterzufriedenheit: Erstmalige Durchführung einer einheitlichen Mitarbeiterbefragung in allen drei Geschäftsbereichen.
03 Verbesserungspotenzial
  • Initiierung einer gemeinsamen Ausbildungskampagne für Veolia in Deutschland.
  • Höherer Anteil von Frauen in Führungspositionen.

Bericht Beschäftigte

Zusammen arbeiten,
zusammen wachsen

Arbeitnehmerrechte

Veolia hat sich weltweit zu den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorgansiation (ILO) bekannt. Darüber hinaus respektieren wir grundsätzlich alle arbeits- und mitbestimmungsrechtlichen Gesetze und Vorgaben und setzen auf einen respektvollen Dialog mit den entsprechenden Gremien. Internationale Regeln sind für Veolia Deutschland nur bedingt relevant, da das Unternehmen seine Dienstleistungen in Deutschland erbringt. Damit ist die hiesige Gesetzgebung maßgeblich, die den Arbeitnehmerrechten einen hohen Stellenwert einräumt.

Die Geschäftseinheiten unserer Gruppe und in ihnen alle Beschäftigten in Deutschland repräsentieren das Unternehmen Veolia und sind daher verpflichtet, die in der Ethikrichtlinie verankerten Werte und Verhaltensregeln aktiv gegenüber allen Interessengruppen anzuwenden. Dazu gehören Mitarbeiter, Kunden, Anwohner in der Nähe von Betriebsstätten und Standorten, Kommunen, NGOs, Verbraucherschutz- und Umweltschutzorganisationen.

Jeden Tag stellen sich unsere Mitarbeiter den Herausforderungen unseres Auftrags für die Umwelt, für Kommunen und Industrie. Deshalb möchten wir ihre berufliche und persönliche Entwicklung unterstützen. Verantwortungsvolle Personalpolitik bei Veolia beruht deshalb auf vier Schlüsselprinzipien: Gerechtigkeit, Solidarität, Weiterentwicklung der Beschäftigungsfähigkeit und Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge. Die Geschäftsbereiche und Gesellschaften der Unternehmensgruppen entwickeln angemessene Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ziele. Einzelne Maßnahmen wirken übergreifend für die gesamte Gruppe in Deutschland, andere werden spezifisch für einzelne Unternehmen oder Geschäftsbereiche initiiert. Außerdem haben wir den Austausch zwischen den Unternehmen der verschiedenen Geschäftsbereiche zu Personalthemen intensiviert, um Best Practice-Beispiele zu übertragen.

Veolia bezahlt seine Beschäftigten angemessen. Die durchschnittliche jährliche Bezahlung liegt bei 37.161 Euro pro Beschäftigten (2014: 35.907 Euro). Die Unternehmen der Gruppe definieren die Rahmenbedingungen für ihre Beschäftigten entsprechend den Veolia-weiten Vorgaben und der jeweiligen Branche. So haben die Unternehmen des Geschäftsbereichs Wasser Firmentarifverträge mit der IG BCE und die des Geschäftsbereichs Energie haben Flächentarifverträge mit ver.di. vereinbart. Der Betriebsrat hat selbstverständlich das Mitbestimmungsrecht bei Einstellungen, Einstufungen und Umgruppierungen von Mitarbeitern.

Alle Gesellschaften von Veolia in Deutschland sind beteiligt an sozialen Dialogprozessen, die dazu dienen, die Rahmenbedingungen für die Beschäftigten im Unternehmen zu gestalten und weiterzuentwickeln. Beispiele dafür sind die Nationale Instanz des Sozialen Dialogs sowie die Auszubildenden- und Schwerbehindertenvertretungen.

Mitarbeiterzufriedenheit

Um den Prozess des Zusammenwachsens zu „einem Veolia“ zu fördern, haben wir erstmals die Mitarbeiterzufriedenheit in allen drei Geschäftsbereichen nach einheitlichem Maßstab analysiert und eine gemeinsame Grundlage für Verbesserungsmaßnahmen geschaffen.

Chancengerechtigkeit und Vielfalt

Veolia Deutschland hat 2015 die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Mit dieser freiwilligen Selbstverpflichtung bekräftigen wir unser Bekenntnis zu einer wertschätzenden und vorurteilsfreien Organisationskultur. Unser Unternehmen zeichnet sich durch Vielfalt aus. So gehören unsere Beschäftigten 72 verschiedenen Nationalitäten an. 3,75  Prozent der Veolia-Beschäftigten haben ein Handicap (2014: 3,78 Prozent).

  • In Kooperation mit gemeinnützigen Partnern haben wir zusätzliche Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen, so beim Recycling von Elektroaltgeräten in Rostock und bei der Textilaufbereitung in Dresden.

Während 36 Prozent aller Beschäftigten bei Veolia in Deutschland Frauen sind (2014: 37,8 Prozent), liegt der Anteil weiblicher Führungskräfte bei 13,7 Prozent (13,4 Prozent). Veolia hat sich weltweit das Ziel gesetzt, den Frauenanteil im Management auf 30 Prozent zu erhöhen. Das ist ein zusätzlicher Ansporn für Verbesserungsmaßnahmen bei Veolia in Deutschland.
Fälle von Diskriminierung sind bei Veolia in Deutschland bisher nicht aufgetreten.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Häufigkeitsrate von Arbeitsunfällen je eine Million Arbeitsstunden. 2015: 21,66, 2014: 24,16

Die Sicherheit unserer Beschäftigten am Arbeitsplatz zu gewährleisten ist eine kontinuierliche Aufgabe. Bei Veolia sorgt ein Netzwerk qualifizierter Arbeitssicherheitsbeauftragter dafür, dass alle Mitarbeiter durch regelmäßige Schulungen sensibilisiert und bei Arbeitsstättenbegehungen und Audits mögliche Risiken erkannt und behoben werden. Passend zu ihren spezifischen Anforderungen entwickeln die Unternehmen und Standorte zusätzlich geeignete Verbesserungsinstrumente. Alle Führungskräfte im operativen Bereich haben in ihren persönlichen Zielvereinbarungen eine Vorgabe zur Arbeitssicherheit.

Die Häufigkeitsrate von Arbeitsunfällen (Unfälle je eine Million Arbeitsstunden) lag 2015 bei 21,66 und konnte damit gegenüber dem Vorjahr (2014: 24,16) deutlich gesenkt werden. Der Schweregrad der Arbeitsunfälle, (Ausfalltage je eintausend Arbeitsstunden) betrug 0,51 und sank leicht im Vergleich zu 2014. Die krankheitsbedingte Abwesenheitsquote (ohne Langzeitkranke) erreichte 2015 4,6 Prozent (2014: 4,7 Prozent).

  • Ein Jahr unfallfrei – dafür belohnt Veolia seine Tochterunternehmen mit dem Goldenen Helm. Der Wettbewerb ist Teil der umfassenden Maßnahmen zur Sensibilisierung der Belegschaft für Arbeitssicherheit.

Zur Prävention von Krankheiten entwickeln unsere Unternehmen Gesundheitsprogramme für ihre Beschäftigten. Ernährungsberatung, Entwöhnung vom Rauchen sowie Rückenschulkurse gehören an vielen Standorten zu den besonders nachgefragten Angeboten. Andere greifen aktuelle Themen wie psychische Gesundheit und Analphabetismus auf. Ein Veolia-Gesundheitskalender bietet jeden Monat Tipps für einen gesunden Arbeitsalltag. Jedes Jahr bringt das Veolia-Sportfest rund 1 000 Kollegen an einem Unternehmensstandort zusammen.

  • 2015 hat der Geschäftsbereich Entsorgung 180 Führungskräfte zum Thema Gesundheitsmanagement geschult. Darüber hinaus fanden an 22 Standorten des Unternehmens Work-shops mit Mitarbeitern zu Verbesserungen im Gesundheitsschutz statt, aus denen konkrete Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt wurden.
  • Seit 2014 gibt der Geschäftsbereich Entsorgung einen Newsletter mit Informationen und Tipps zu Gesundheitsthemen heraus. Die operativen Einheiten greifen daraus Ideen auf und initiieren z. B. Mini-Fitness-Studios oder Obst-Aktionen.
  • Die Stadtwerke Weißwasser haben 2015 ein Gesundheitsprogramm gestartet. Dazu gehört unter anderem das Angebot eines JobRads. Dabei haben Beschäftigte die Möglichkeit, über ihren Arbeitgeber das eigene Wunschrad inklusive steuerlicher Vorteile zu leasen. Fast jeder fünfte Mitarbeiter der Stadtwerke Weißwasser nahm diese Gelegenheit wahr. 
  • Die BS|ENERGY-Gruppe hat 2015 begonnen, den demografischen Wandel zu thematisieren: Die Altersstruktur der Unternehmensbereiche wurde umfassend analysiert. Zusätzlich wurden die Beschäftigten mit einer Ausstellung informiert. Als nächster Schritt ist geplant, unternehmensübergreifende und bereichsspezifische Maßnahmen wie z. B. zum Wissensmanagement zu entwickeln.

Beschäftigungsfähigkeit in besonderen Situationen und Zukunft der Ausbildung

In der Stakeholder-Befragung zur Wesentlichkeitsanalyse 2014 haben wir einen starken Bedeutungszuwachs für die Themen Nachwuchsgewinnung und Umgang mit dem demografischen Wandel herausgearbeitet. Die Dringlichkeit dieses Themas verdeutlicht ein Blick auf die Alterspyramide: 24,5 Prozent der Beschäftigten sind älter als 55 Jahre (2014: 23,4 Prozent).

Im Interesse der Bewahrung und Weiterentwicklung von Kompetenzen in der Belegschaft sowie der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter setzen wir auf bedarfsgerechte Angebote zur Weiterbildung. 2015 lag der Anteil unserer Beschäftigten, die mindestens eine Weiterbildung absolviert haben, bei 47 Prozent. Die durchschnittliche Dauer der Weiterbildungsmaßnahme je Beschäftigtem betrug 12,1 Stunden. So hat jeder Beschäftigte im Durchschnitt 0,95 Weiterbildungsveranstaltungen besucht.

Zu den in den einzelnen Gesellschaften entwickelten Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeits- und Berufsleben gehören darüber hinaus Programme zur Erhöhung der Auszubildenden-Quote, gegen Analphabetismus, für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

  • Veolia bietet den Beschäftigten an den Standorten Hamburg und Dresden Eltern-Kind-Büros an, um Betreuungsengpässe zu erleichtern. Den anderen Standorten stehen sogenannte Krabbelkoffer mit Spielzeug für verschiedene Altersgruppen zur Verfügung.
  • Der Internationale Bund, ein freier Träger von Kindertageseinrichtungen in Leipzig, und die OEWA haben ihre seit 2007 bestehende Kooperationsvereinbarung bis 2017 verlängert. Sie sichert ab, dass OEWA-Beschäftigte mit Wohnort in Leipzig nach der Elternzeit einen der knappen Betreuungsplätze bekommen. Zurzeit besuchen 15 Mitarbeiterkinder die Kindertagesstätten des Trägers.

Mehrere Gesellschaften der Gruppe in Deutschland sind auf der Grundlage der Audits von berufundfamilie zertifiziert. Sie erproben familienfreundliche Angebote für unsere Beschäftigten und geben ihre Erfahrungen im Anschluss an die anderen Veolia-Gesellschaften weiter.

  • Die MIDEWA startete 2014 ein Programm zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. An einer Fragebogenaktion zur persönlichen Pflegesituation beteiligten sich 43 Prozent der Beschäftigten. In einem Workshop befassten sich die Führungskräfte mit den Ergebnissen. Fünf pflegende Mitarbeiter wurden im Zuge einer Einzelfallbetreuung beraten und ein Leitfaden zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf entwickelt.

Insgesamt sind bei Veolia in Deutschland 330 Auszubildende beschäftigt – unser Bedarf an jungen Nachwuchskräften ist jedoch weitaus größer. Die von den Unternehmen der Gruppe bislang einzeln initiierten Programme zur Gewinnung von Auszubildenden für die mehr als 20 verschiedenen Ausbildungsberufe waren noch nicht zufriedenstellend. Deshalb ist für Veolia in Deutschland insgesamt eine gemeinsame Kampagne geplant, um bei jungen Menschen bundesweit eine größere Aufmerksamkeit für die in der Gruppe angebotenen zukunftsorientierten Berufe zu erzielen.

  • Für ihr vorbildliches Engagement im Ausbildungsbereich hat die IHK Rostock den dortigen Veolia-Standort als Top-Ausbildungsbetrieb 2014 ausgezeichnet.